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Geschichtliches, oder manche mögen es Geschichten über den HCV nennen

Chronik des Heinsheimer Carneval Vereins ( HCV `66 )

Alles begann eher zufällig, besonders das Gründungsdatum ist reiner Zufall: bis dato gab es den „wilden Strassenfasching“ am Fastnachtsdienstag in Heinsheim, bei dem sich die Heinsheimer Narren, die es übrigens schon immer gab, insoweit Gefahren aussetzten, als der Strassenverkehr während des wilden Treibens weiter ungeregelt durch den Ort rollte. Es musste sich also etwas tun. Daher trafen sich am 2. 2. 1966 Gemeinderäte und Vorstände der Heinsheimer Vereine ebenso, wie interessierte Narren, zu einem Meinungsaustausch im Gasthaus zum Hirsch. Hieraus wurde bald mehr als ein fröhliches Beisammensein. Nach dem einen oder anderen Getränk entschloss man sich spontan, einen Carnevalverein zu gründen. Der HCV war geboren. Erster Vereinsvorsitzender war Dr. Wolfram v. Racknitz, auch Biber genannt. Erste Darbietungen im Rahmen des Maskenballs des TSV und ein Faschingsumzug am Fastnachtsdienstag, bei dem die Ortsdurchfahrt gesperrt wurde, fanden noch im gleichen Jahr statt. Letzterer endete in der Josef Müller Halle mit einer Kinderveranstaltung.

Bereits im Jahr darauf, 1967, wurden, nicht zuletzt dank der Förderung des HCC Haßmersheim, zwei Prunksitzungen, sowie eine Kindersitzung in der Josef Müller Halle ausgerichtet. Hieran hat sich bis heute nichts geändert. Die ersten Elferratskappen wurden in Handarbeit vom Gründungsmitglied Elfriede Schiedt gefertigt. Das Vereinssymbol war seit jeher der „Gigger“, eine karikaturistische Abwandlung des Gemeindewappens. Der Fastnachtsvirus griff schnell um sich und andere machten es dem HCV nach: hierbei sei besonders der Obergimperner OCV erwähnt, mit dem bis heute eine enge Partnerschaft besteht. 1976 wurde eine gemeinsame Sitzung abgehalten.

Weitere Vereinsvorstände und gleichzeitig Elferratspräsidenten neben bereits genanntem Biber (66-72 u. 77-81) waren Alfons Zeller, „Fons“(72-77); Anton Csulits, „Toni“(81-87); Hans-Peter Ludwig, „Hansi“(87-96); Renate Frank, „Renate“(97-03) und seit 2003 Michael Dieffenbach, „Fladi“. Unter der Vorstandschaft Renate Franks, begleidete Anton Csulits weiterhin bis 2000 das Amt des Elferratspräsidenten. Von 2001 bis 2008 moderierte Stefan v. Racknitz, "Stefon" unsere Sitzungen. Seit 2008 hat Stephan Stock, "Stegge" dieses Amt übernommen.

Die Mitgliederzahl des HCV wuchs stetig, nicht zuletzt aufgrund des Nachwuchses aus den Reihen schon vorhandener Mitglieder, aber auch durch immer mehr Auswärtige. Nachwuchsförderung für das aktive bzw. darbietende Vereinsleben steht beim HCV ganz weit oben. So wirken einige der Aktiven bereits in dritter Generation mit. Aber es finden sich unter den Aktiven auch immer noch ein paar der „alten Hasen“. Der HCV zählt mittlerweile über 300 Mitglieder und ist stolz, sein Programm mit Ausnahme des Kuhbergechos (Guggemusik aus Gundelsheim, Euch vielen Dank für Eure Treue) und verschiedener Gastbütten schon immer ausschliesslich mit Heinsheimer Akteuren gestalten zu können.

So wird es auch bleiben, denn der HCV steht wie ein Fels in der Strömung. Nur höhere Gewalt, wie Hochwasser, Scheunenfeuer oder Golfkrieg kann den schon längst etablierten und weit über die Gemarkung hinweg anerkannten und dekorierten Verein, und dann auch nur kurzfristig ,davon abhalten, seiner Bestimmung mit grösstem Elan nachzugehen. Selbst der Neubau der Josef Müller Halle im Jahr 2000 hielt davon nicht ab und so wurde bei den Freunden im ZimmerHof gehalten. Im Jahr 2001 bezogen wir dann wieder im unserem neuen „alten“ Domizil am Neckarufer. Seit dieser Zeit erstrahlt die Josef-Müller-Halle jährlich in einem anderen Gewand. Die neue großzügig gestaltete Bar in den Geräteräumen löste die alte, nicht minder beliebte Kellerbar unter der Bühne ab.

Auch ein kurzes Gastspiel beim Landesverband Württembergischer Karnevalisten in den 80er Jahren hat unser HCV schadlos überstanden.

Dass der HCV keine Nachwuchssorgen hat, kann man am besten an unserer Kindersitzung sehen. Unsere Narrensamen gedeiht kräftig und bereits die dritte Generation steht am Sonntag Nachmittag nach der 2. Narrensitzung auf der Bühne. Ein eigenes Programm mit Garde- und Showtanz sowie Gesangsvorträgen und Büttenreden von der Jugend für die Jugend.
 

Außerhalb der Faschingszeit ist der HCV aber auch noch aktiv:

Einen festen Bestandteil im Vereinsleben ist seit dem Jahr 2000 das Neckarfest „Neckar 2000 – flussgelaunt von Ort zu Ort“. Im zweijährigen Rhythmus bieten wir in unserem eigenen Festzelt erfrischende Getränke und Waffeln an. Samstag Abends macht die HCV-Bar Ihre Pforten auf.
Im Jahr 2003 fanden erstmals die Kinder-Burg-Festspiele auf der Burg Ehrenberg statt, die seitdem jährlich zahlreiche Kinder im Rahmen des Ferienprogramm der Stadt Bad Rappenau auf die „Biber-Burg“ locken.
Auf große Fahrt ging das Hoosema-Narrenschiff im Jahr 2004 und 2006. In Oberhof erreichte das Rennsteiglied Kultstatus, zwei Jahre später war der Gruß „Auf die Gesundheit“ der Schlachtruf im Aulendorfer Ritterkeller.
Mit verschiedenen Tanzeinlagen beim jährlichen Rappenauer Stadtfest, beim Heinsheimer Neckarfest oder beim „Bad Rappenauer Tag“ auf verschiedenen Landesgartenschauen können wir uns für die umfangreiche Unterstützung bei der Stadt Bad Rappenau ein wenige bedanken.

HOOSE HELAU !!!

 

 

 

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